Hufgurus Leitlinien



Hufguru steht für konsequentes Hinschauen.

Hufgesundheit ist kein Zufall und kein kosmetisches Thema.
Sie ist das Ergebnis aus Form, Belastung, Stoffwechsel und Haltung.


1. Analyse der Hufform

Jeder Huf erzählt eine Geschichte. Fehlformen entstehen nicht grundlos.  Sie sind Ausdruck von Belastung, Fehlstellung, unzureichender Bearbeitung oder systemischer Dysbalance. Eine nachhaltige Verbesserung beginnt immer mit:

  • präziser Formanalyse
  • Erkennen von Fehlbelastungen
  • konsequenter, wiederholter Korrektur
  • Geduld im Rehabilitationsprozess

Es geht nicht um kurzfristige Entlastung, sondern um strukturelle Veränderung.


2. Keine Kompromisse bei den Rahmenbedingungen

Ein kranker Huf kann nicht in einem unpassenden Umfeld regenerieren. Für eine Rehabilitationsphase sind folgende Voraussetzungen wesentlich:

  • ausreichende, freie Bewegung
  • artgerechte Offenstallhaltung
  • tragfähige, geeignete Böden
  • keine dauerhafte Boxenhaltung
  • keine tief einsinkende Einstreu

Pferde mit akuten oder chronischen Hufproblemen gehören in eine Umgebung, die Heilungsprozesse unterstützt – nicht behindert. Wenn diese Bedingungen nicht gegeben sind, braucht es die Bereitschaft, Veränderungen vorzunehmen.

Ohne passende Rahmenbedingungen bleibt jede Bearbeitung Symptombehandlung.


3. Stoffwechsel als Grundlage

Hufgesundheit ist untrennbar mit dem Stoffwechsel verbunden. Eine angepasste, individuelle Ernährung ist keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung. Zur Einordnung metabolischer Belastungen nutze ich strukturierte Stoffwechsel-Analysen als ergänzende Perspektive. Diese dienen der Orientierung und helfen, Fütterung und Management gezielt anzupassen.


4. Verantwortung

Die Umsetzung liegt immer beim Besitzer. Ich gebe die fachliche Einordnung und konkrete Handlungsempfehlungen.
Der Erfolg hängt davon ab, ob die notwendigen Schritte konsequent umgesetzt werden. Hufrehabilitation erfordert Bereitschaft, Geduld und Klarheit.


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