Hufgurus Expertise
Hufguru ist aus der Praxis entstanden. Ein Name der nicht gesucht oder gewählt wurde, er wurde mir gegeben. Immer wieder. Über 16 Jahre hinweg.
Über meine Arbeit in ambulanter und stationärer Betreuung von Pferden hat sich meine Arbeitsweise entwickelt, die Hufe nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Haltung, Bewegung und Stoffwechsel. Mein Fokus und meine besondere Expertise liegt aber ganz klar an der Erkennung von Veränderungen und Deformationen am Huf, die für die meisten (Fach)-Leuten nicht sichtbar sind. So kam es dazu, dass sich die Menschen meist an mich wenden, wenn sie nicht mehr weiterwissen.
Viele sind dann bereits schon sehr lange Wege vorher gegangen, haben viel probiert, Geld ausgegeben und sind genau so schlau wie vorher. Teures Geld für Diagnostik ausgegeben, aber das Problem hat sich nicht in Luft aufgelöst. Denn dazu braucht es mehr. Ich erkenne mit meinen Augen, was nicht stimmt. Und häufig geht es um Kombinationen aus schweren Hufproblemen und metabolischen Auffälligkeiten. Häufig Hufrehe. Häufig chronische Atemwegsthemen. Oft mehrere Faktoren gleichzeitig.
Der Weg dorthin
Nach meinem Diplomstudium der Biologie an der RWTH Aachen stand ich vor einer klaren Entscheidung:
Ein Leben im Labor – mit molekularbiologischer Forschung – oder zurück zu den Pferden.
Ich habe mich gegen das Labor entschieden. Nicht gegen Wissenschaft. Sondern gegen ein Leben ohne Praxis.
Schon als Kind musste ich miterleben, wie Pferde aufgrund von Hufproblemen als „nicht mehr zu retten“ eingestuft wurden und deshalb getötet wurden. Diese Erfahrungen haben mich geprägt. Ich bin ein Mensch vom Typ: So lange wir das Problem nicht gelöst haben, ist das der Grund, warum das Problem nicht weg geht. Ziemlich einfach. Bei Pferden ist das oft das falsche Futter, die falsche Haltung und vor allen Dingen Hufe, die nicht mehr sind wie sie sein sollten - und das sehen andere oft nicht. Ich schon.
In meinem Werdegang entschied ein Pferd über mein eben – austherapierte Strahlbeinproblematik. Nichts mehr zu machen.
Ich konnte das nicht glauben, hatte aber keinen fertigen Plan. Nur den Willen, Zusammenhänge zu verstehen. Und diese Zusammenhänge fand ich. Sie wurden zur meiner Kernkompetenz.
Mein "austherapiertes Pferd" war der Wendepunkt meiner ganzen Lebensgeschichte. Er war 15 Jahre alt als er eingeschläfert werden sollte. 4 Monate später begann ich wieder ihn zu reiten. Er wurde 31 Jahre alt.
Sunny war nie wieder eingesperrt und trug nie wieder Hufeisen. Er führte ein glückliches Leben in unserer Familie.
Von der Hufbearbeitung zum systemischen Denken
Ich begann eine zweijährige Ausbildung und arbeite seit 2010 als ganzheitliche Huftherapeutin. Über viele Jahre hinweg begleitete ich Pferde mit komplexen Hufsituationen – vor Ort, direkt am Pferd.
Doch mit der Zeit wurde klar:
Hufbearbeitung allein löst das Problem oft nicht.
Haltung.
Bewegungsangebot.
Und vor allem: Stoffwechsel.
Also begann ich, mich intensiv mit Ernährung, naturheilkundlichen Ansätzen und systemischen Zusammenhängen zu beschäftigen. Nicht aus Trendgründen, sondern aus praktischer Notwendigkeit.
Ich suchte nach einem strukturierten Weg, Stoffwechselprozesse besser einordnen zu können. Vor fast zehn Jahren integrierte ich metabolische Analysen auf Basis von Haarproben in meine Arbeit.
Nicht als Ersatz für tierärztliche Diagnostik. Sondern als zusätzliche Perspektive.
Der eigentliche Wendepunkt
Die Kombination aus:
- strukturierter Hufbearbeitung
- Haltungskorrektur
- und systemischer Stoffwechsel-Einordnung
veränderte meine Arbeit grundlegend.
Plötzlich ergaben viele chronische Verläufe mehr Sinn.
Nicht jedes Problem liegt im Huf.
Aber viele Hufprobleme spiegeln systemische Prozesse wider. Diese Denkweise wurde zum Kern von Hufguru.
Heute
Heute verbindet Hufguru drei Ebenen:
- praktische Hufexpertise
- metabolische Standortanalysen
- digitale Wissensvermittlung und Frühindikatoren
Das Ziel ist keine Symptombehandlung. Sondern Orientierung bei komplexen Zusammenhängen.
Alle Angebote dienen der strukturierten Einordnung und Entscheidungsunterstützung. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnostik.
Hufgurus Leitlinien
Hufguru steht für konsequentes Hinschauen.
Hufgesundheit ist kein Zufall und kein kosmetisches Thema.
Sie ist das Ergebnis aus Form, Belastung, Stoffwechsel und Haltung.
1. Analyse der Hufform
Jeder Huf erzählt eine Geschichte. Fehlformen entstehen nicht grundlos. Sie sind Ausdruck von Belastung, Fehlstellung, unzureichender Bearbeitung oder systemischer Dysbalance. Eine nachhaltige Verbesserung beginnt immer mit:
- präziser Formanalyse
- Erkennen von Fehlbelastungen
- konsequenter, wiederholter Korrektur
- Geduld im Rehabilitationsprozess
Es geht nicht um kurzfristige Entlastung, sondern um strukturelle Veränderung.
2. Keine Kompromisse bei den Rahmenbedingungen
Ein kranker Huf kann nicht in einem unpassenden Umfeld regenerieren. Für eine Rehabilitationsphase sind folgende Voraussetzungen wesentlich:
- ausreichende, freie Bewegung
- artgerechte Offenstallhaltung
- tragfähige, geeignete Böden
- keine dauerhafte Boxenhaltung
- keine tief einsinkende Einstreu
Pferde mit akuten oder chronischen Hufproblemen gehören in eine Umgebung, die Heilungsprozesse unterstützt – nicht behindert. Wenn diese Bedingungen nicht gegeben sind, braucht es die Bereitschaft, Veränderungen vorzunehmen.
Ohne passende Rahmenbedingungen bleibt jede Bearbeitung Symptombehandlung.
3. Stoffwechsel als Grundlage
Hufgesundheit ist untrennbar mit dem Stoffwechsel verbunden. Eine angepasste, individuelle Ernährung ist keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung. Zur Einordnung metabolischer Belastungen nutze ich strukturierte Stoffwechsel-Analysen als ergänzende Perspektive. Diese dienen der Orientierung und helfen, Fütterung und Management gezielt anzupassen.
4. Verantwortung
Die Umsetzung liegt immer beim Besitzer. Ich gebe die fachliche Einordnung und konkrete Handlungsempfehlungen.
Der Erfolg hängt davon ab, ob die notwendigen Schritte konsequent umgesetzt werden. Hufrehabilitation erfordert Bereitschaft, Geduld und Klarheit.